Reinigung von Kirchenglocken

Trockeneis ist ein sehr kalter, weißer, eisähnlicher und geruchloser Feststoff. Bei Normaldruck sublimiert Trockeneis bei −78,5 °C (194,7 Kelvin =K) und benötigt für diesen Phasenübergang 571,1 kJ/kg (bzw. 25,1 kJ/mol). Das heißt, bei Normaldruck und Umgebungstemperatur löst sich Trockeneis langsam in Kohlendioxid-Gas auf.

Da der Tripelpunkt Pt (=alle 3 Phasen des Kohlendioxids liegen gleichzeitig vor, nämlich fest, flüssig und gasförmig) von Kohlenstoffdioxid bei Tt = 216,6 K (-56,57 °C) und pt = 5,2 bar liegt, kann Kohlenstoffdioxid erst oberhalb von 5,2 bar schmelzen. Die Dichte beträgt ungefähr 1,56 g/cm3 und liegt damit über der des Wassers. Der kritische Punkt Pc von Kohlenstoffdioxid liegt bei einer Temperatur von Tc = 304,1 K (31,0 °C) und einem Druck von pc = 73,8 bar. Atomistisch lässt sich das Verhalten jenseits des kritischen Punkts anschaulich beschreiben: Wird ein Gas einem immer höheren Druck ausgesetzt, so verringern sich die Abstände zwischen den Gasmolekülen kontinuierlich. Bei Erreichen des kritischen Drucks werden die Abstände dann genau so groß wie zwischen den Molekülen in der flüssigen Phase; es ist kein Unterschied mehr zwischen den Phasen feststellbar. 1 m³ Trockeneis wiegt je nach Pressdruck etwa 1500 kg, während 1 m³ gasförmiges Kohlenstoffdioxid bei 0 °C und 1013 hPa nur 1,98 kg wiegt. Das bedeutet eine Volumenänderung auf das 760-fache bei der Sublimation.